Die optimale Kombination von SSD und HDD Festplatten!

Kategorie: Festplatten Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21. Januar 2020 Geschrieben von Jürgen

Weitere Themen :
->Datenverlust vorbeugen!
->Mit Win XP auf die neue Festplatte umziehen !

 

Die optimale Kombination von SSD und HDD Festplatten besteht aus:

2 x SSD 256 GB (Falls das Mainboard eine NVMe M.2 Schnittstelle zur Verfügung stellt,
                          eine entsprechende SSD verwenden.)

1 x HDD je nach Bedarf 1 bis 8 TB

1 x RAM-Disk 512 MB bis 3 GB

RAM ≥ 8 MB

Die SSD ist für ihre Schnelligkeit bekannt, doch haben die SSDn ein begrenztes Daten-Schreibvolumen, deswegen soll auch keine Defraqmentierung durchgeführt werden. Daher wird für die großen Datenmengen wie bei Video- oder Musik-Dateien und BackUp üblich ist, eine HDD eingesetzt. Die HDD sollte Serverqualität mit einer höheren Lebensdauer haben. Hier kommt es mehr auf die Sicherheit und nicht auf Schnelligkeit an.
Als RAID 0-Verbund werden die SSD nicht zusammengeschaltet, da es immer wieder bei dem Restore (zurückspielen) der Systemsicherungen Probleme gibt und die Ausfallwahrscheinlichkeit höher wird.

Wichtig ist, dass die Systemordner von Windows richtig auf die unterschiedlichen Datenträger verteilt werden !

Auf die SSDn werden 2 Auslagerungsdateien (virtueller Arbeitsspeicher) eingerichtet, jeweils 25% (1/4) des Arbeitsspeicher mit einer festen Größe, wir haben ja genug davon. wink Wenn von Windows der virtuelle Arbeitsspeicher genutzt wird, schreibt Windows die Daten abwechselnd in die eine und andere Auslagerungsdatei und die Geschwindigkeit wird wesentlich erhöht! Mit Windows 10 wurde das Management des virtuellen Arbeitsspeicher verbessert. Es wird nicht mehr alles ausgelagert, erst wenn der Arbeitsspeicher voller wird, werden die Daten ausgelagert! 

Auf Lfw C: (SSD1) wird das Windowssystem installiert!

Auf Lfw D: (SSD2) werden die Programme und Games installiert!

Diese Aufteilung stellt eine gleichmäßige Auslastung und einen erheblichen Geschwindigkeitszuwachs bei den SSD sicher. Die Datenübertragung zur SSD ist immer noch der Flaschenhals bei der Datenverbindung.

Die RAM-Disk ist für den Cache wie bei den Browsern Firefox ... verwendet wird und Temp-Verzeichnisse gedacht. Das bringt eine noch viel höhere Geschwindigkeit als bei den SSD und entlastet die SSD von den vielen Zugriffen des Cache. Bei 8 GB Arbeitsspeicher sollte die RAM-Disk bei 512MB begrenzt bleiben. Bei mehr Arbeitsspeicher kann man bis zu 2 GB einrichten, die Frage ist nur, ob die Apps den Cache in der Größenordnung auch nutzen.

Der große Vorteil ist, dass man auch bestehende Systeme umrüsten kann ohne tiefgreifende technische Kenntnisse zu haben. Nur einige leistungshungrige Programme müssten neu installiert werden! Die Systemverzeichnisse kann man ja umschwenken.

Liste Aufteilung der Systemverzeichnisse:

Win 10 pro 64-bit → Lfw C: (SSD1)

Programme → Lfw D: (SSD2)

MagentaCLOUD\Dokumente → Lfw D: (SSD2)

Bilder → Lfw E: (HDD)

Musik → Lfw E: (HDD)

Videos → Lfw E: (HDD)

MagentaCLOUD\Downloads → Lfw D: (SSD2)

FireFox-Cache → Lfw R: (RAMDisk)

Auslagerungsdatei 1→ Lfw C: (SSD1)

Auslagerungsdatei 2→ Lfw D: (SSD2)

TEMP (alle Verzeichnisse) → Lfw D: (SSD2) oder RAMDisk

Archiv → Lfw E: (HDD)

BackUp → Lfw E: (HDD)

hiberfil.sys (Ruhestandsdatei) → Lfw C: (SSD1, fest eingestellt durch Windows)

 


 



Mit Win XP auf die neue Festplatte umziehen !
(Bitte die Reihenfolge unbedingt einhalten)

 

  1. Die alten Laufwerke c,e.. defragmentieren, vorher nicht benötigte Daten löschen
  2. Um die neue Festplatte einzurichten wird ein Partition Manager benötigt, hier muss vorher eine BootCD (auch RettungsDisk genannt) erzeugt werden, dass ist der sicherste Weg.
  3. Der PC(Bios) muss so eingestellt werden, dass er von CD bootet.
  4. BootCD in den PC einlegen und ausschalten.
  5. Neue Festplatte in den PC einbauen.
  6. PC einschalten, der Rechner bootet von der CD und der Partition Manager (PM) wird gestartet.
  7. Mit dem Partition Manager  die neue Festplatte einrichten
  8. Primäre Partition
  9. Erweiterte Partition  und dann logische Partitionen
  10. Sinnvoll sind hier 3 Partitionen  für die späteren Laufwerke z.B
    C:(System)=45 GB, E:(Daten)=60 GB , F:(Files)=Rest der Platte z.B. 130GB
  11. Dann die Partitionen formatieren in NTFS
  12. Bei einigen PM muss die Zielpartition leer sein -> Partition löschen
  13. Jetzt mit dem PM die Partitionen kopieren, von der alten Festplatte zur neuen Festplatte z.B. C:(alt)  nach C:(neu)  usw.
  14. Danach das neue C:  Laufwerk auf aktiv schalten.
  15. Das Programm beenden, die BootCD entfernen und den PC ausschalten.
  16. Die alte Festplatte ausbauen und die neue Festplatte an die Schnittstelle der
    alten Festplatte einstecken oder im Bios die Bootreihenfolge ändern.
  17. Jetzt müsste der PC von der neuen Festplatte starten !
  18. Windows führt nun mit CHKDSK eine Überprüfung der Laufwerke durch – fertig !

Noch ein Hinweis: Soll Win XP auf eine S-ATA  Festplatte neu installiert werden, muss bei neueren  Mainboards entweder bei der Installation der AHCI-Treiber von Diskette(ja Diskette) geladen werden oder im Bios die AHCI-Unterstützung  abgeschaltet, sprich auf “alte IDE-Funktion” umgeschaltet werden!

 Neue Festplatte kaufen !


 

Datenverlust vorbeugen!

Er kommt immer unverhofft und denkbar ungelegen: Der totale Festplatten-Crash. Alle Daten sind dann weg! Die Festplatte gibt noch ein komisches Geräusch von sich, und ein paar Sekunden später stürzt der PC ab.
Ausfälle durch Softwarefehler lassen sich relativ einfach beheben, wenn es jedoch einen Festplatten-Crash gibt, führt dies zum Daten-Gau, da über 68% der schwerwiegenden Datenverluste  hardwaretechnisch bedingt sind.

Eine regelmäßige Datensicherung auf externe Laufwerke oder auf DVD/CD mit einem Backup-Programm schützt vor Datenverlusten. Die Wiederherstellung des Systems ist aufwendig und zeitraubend. Der PC fällt oft mehrere Tage aus!

->Die Alternative  Festplatten im RAID 1 Verbund !

Moderne PC`s  und Mainboard`s  bieten heute über die  S-ATA Schnittstellen ein RAID-System an. Hier kann man mehrere Festplatten zu einem logischen Laufwerk zusammenschalten.  
Im RAID 1 Modus  werden die gleichen Daten parallel auf 2 Festplatten geschrieben(gespiegelt), was für eine vollständige Datenredundanz sorgt. Bei Ausfall einer Festplatte stehen die Daten noch auf der gespiegelten Festplatte zur Verfügung und man kann die Daten auf eine neue Festplatte wiederherstellen lassen. Der RAID 1 Verbund erhöht die Datensicherheit
Nachteil, die Kapazität der Festplatten halbiert sich. Bei 2 x 500 GB Festplatten stehen nur 500 GB zur Verfügung. Aber auch hier ist noch eine regelmäßige Datensicherung notwendig, da der RAID 1 Verbund nicht vor Viren und versehentlichem Löschen von Dateien schützen kann.

Zum Vergleich der RAID 0 Verbund !

Beim RAID 0 Verbund werden die Datenblöcke abwechselnd auf die Festplatte 1 und Festplatte 2 geschrieben. Bei Ausfall einer Festplatte sind alle Daten zerstört. Der Vorteil ist, die Datenübertragung steigert sich um >66%.

In der Theorie verdoppelt sich die Ausfallwahrscheinlichkeit, in der Praxis wird jede Festplatte auch nur halb so viel belastet, was sich positiv auf die Temperatur und die Lebensdauer auswirkt. Hier ein Vergleich:

Hitachi P7K500 (normal)              Hitachi  P7K500 (RAID 0)

Die Burst Rate  steigt von 124 MB/sec  auf  175 MB/sec !

Die mittlere Transfer Rate  steigt von 76 MB/sec  auf 132 MB/sec

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